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Ratgeber · Marktdaten Stand 24.09.2026

Webdesigner Preise 2026: der Stundensatz im Markt.

Für Web-Entwicklung liegt der Median freier Entwickler bei 90 €/h, Agenturen rechnen 90–150 €/h. Was in diesem Satz steckt, wie Sie ihn in Projektpreise umrechnen und woran Sie faire Angebote erkennen.

Stundensatz netto · Web-Entwicklung0 — 200 €/h
  • Freelancer (Median)90 €/h
  • Agentur90–150 €/h

Quelle: freelancermap Freelancer-Kompass 2026 · recherchiert am 24.09.2026

01Stundensatz Webdesigner

Stundensätze und Projektpreise mit Quelle.

Webdesign und Web-Entwicklung werden oft zusammen angeboten. Die Stundensätze beziehen sich auf Web-Entwicklung; die Projektspannen zeigen, was daraus im Ganzen wird.

LeistungMarkt netto
Stundensatz Web-Entwicklung, Freelancer (Median)freelancermap Freelancer-Kompass 202690 €/h
Stundensatz Web-Entwicklung, Agenturfreelancermap Freelancer-Kompass 202690–150 €/h
Unternehmenswebsite, ca. 5 Seitenkopfundstift.de (07/2026); tricks.de2.500–5.000 €
Unternehmenswebsite, 10 Seiten und mehrkopfundstift.de (07/2026); tricks.de5.000–12.000 €
Web-App / internes Toolxmethod.de (03/2026)5.000–15.000 €

Recherche vom 24.09.2026. Die Werte geben die Angaben der genannten Quellen wieder, keine eigene Erhebung und kein Angebot. Umsatzsteuer kommt jeweils hinzu.

02Stundenlohn

Webdesign Stundenlohn ist nicht Stundensatz.

Der Stundenlohn ist das, was eine angestellte Webdesignerin pro Stunde verdient. Der Stundensatz ist der Preis, den ein Freelancer oder eine Agentur pro Stunde in Rechnung stellt – und der muss deutlich mehr tragen.

Im Stundensatz stecken Zeiten, die niemand direkt bezahlt: Akquise, Angebote, Weiterbildung, Urlaub und Krankheit. Dazu Software-Lizenzen, Rechner, Versicherungen und Altersvorsorge. Ein Satz, der auf den ersten Blick hoch wirkt, ist deshalb nicht automatisch überteuert.

03Grafikdesign

Grafikdesigner Stundensatz: was anders ist.

Grafikdesign – Logo, Geschäftsausstattung, Druck – wird ähnlich kalkuliert, hat aber eine Besonderheit: Neben dem Aufwand werden häufig Nutzungsrechte berechnet, je nach Umfang, Dauer und Medium der Nutzung.

Für Grafikdesign liegen uns keine Marktdaten mit belastbarer Quelle vor; deshalb nennen wir hier keine Zahl. Achten Sie im Angebot darauf, ob Nutzungsrechte enthalten sind, für welche Medien sie gelten und ob offene Dateien übergeben werden.

04Kostenrechner

Vom Stundensatz zum Projektpreis.

Wählen Sie Vorhaben und Anforderungen. Der Rechner zeigt die Marktspanne und rechnet sie in Arbeitsstunden um.

Schritt 01 / 03

Stand 24.09.2026

Was soll entstehen? – Vorhaben

Vorhaben wählen

05Einflussfaktoren

Was den Stundensatz bestimmt.

Zwei Angebote mit gleichem Satz können sehr Unterschiedliches bedeuten. Diese Punkte machen den Unterschied.

01

Erfahrung

Wer ein Problem schon oft gelöst hat, braucht weniger Stunden – ein höherer Satz kann am Ende günstiger sein.

02

Spezialisierung

Barrierefreiheit, Performance, Schnittstellen: Spezialwissen kostet mehr pro Stunde und spart Nacharbeit.

03

Organisationsform

Freelancer (Median 90 €/h) oder Agentur (90–150 €/h) – mit Team, Vertretung und Projektleitung.

04

Leistungsumfang

Nur Gestaltung oder Gestaltung plus Umsetzung, Tests und Betrieb? Ein reiner Design-Satz ist nicht mit einem Komplett-Satz vergleichbar.

05

Abrechnungsart

Stunden, Tagessatz oder Festpreis. Beim Festpreis trägt der Anbieter das Risiko, dass es länger dauert.

06

Nebenkosten

Lizenzen, Schriften, Bildrechte, Hosting. Fragen Sie, ob sie im Satz enthalten sind oder gesondert berechnet werden.

06Rechenbeispiele

Angenommener Aufwand × Stundensatz.

Die Stunden sind Annahmen zur Veranschaulichung, die Sätze stammen aus dem freelancermap Freelancer-Kompass 2026 (90–150 €/h).

Kleine Änderung

Text, Bild oder Formularfeld anpassen. Angenommen: 2 Stunden.

Rechnung
2 h × 90–150 €/h
Ergebnis
180–300 €

Fragen Sie, in welchem Takt abgerechnet wird – etwa pro angefangene Viertel- oder halbe Stunde.

Neue Unterseite

Eigenes Layout, Inhalte liegen vor. Angenommen: 8 Stunden.

Rechnung
8 h × 90–150 €/h
Ergebnis
720–1.200 €

Wiederverwendbare Bausteine senken den Aufwand für jede weitere Seite.

Kompakte Website

Konzept, Design und Umsetzung für 5 Seiten. Angenommen: 30 Stunden.

Rechnung
30 h × 90–150 €/h
Ergebnis
2.700–4.500 €

Das deckt sich mit der Marktspanne für eine Website mit ca. 5 Seiten: 2.500–5.000 € (kopfundstift.de (07/2026); tricks.de).

07Festpreis

Stundensatz oder Festpreis – was ist fairer?

Nach Stundensatz

Sie zahlen, was tatsächlich anfällt. Sinnvoll für laufende Pflege und offene Aufgaben – mit einer vereinbarten Obergrenze.

  • Transparent bei kleinen Aufgaben
  • Risiko liegt bei Ihnen
  • Stundenzettel verlangen

Zum Festpreis

Der Anbieter schätzt die Stunden selbst und trägt das Risiko. Sinnvoll, wenn der Umfang feststeht.

  • Budget steht vorab fest
  • Umfang muss genau beschrieben sein
  • Änderungen gesondert angeboten

08Checkliste

Angebote vergleichen: acht Fragen.

Ein Stundensatz sagt wenig, solange unklar ist, was in den Stunden passiert. Diese Fragen machen Angebote vergleichbar.

  1. 01Umfang schriftlichSeitenzahl, Funktionen und Inhalte stehen im Angebot – nicht nur „Website“. Ohne Umfang ist kein Preis vergleichbar.
  2. 02Festpreis oder StundenIst es ein Festpreis, ein Schätzrahmen oder reine Abrechnung nach Aufwand? Was passiert, wenn der Rahmen überschritten wird?
  3. 03KorrekturschleifenWie viele Abstimmungsrunden sind enthalten, und was kostet jede weitere?
  4. 04InhalteWer liefert Texte, Fotos und Übersetzungen? Das ist oft der größte Posten, der im Angebot fehlt.
  5. 05Laufende KostenHosting, Domain, Updates, Wartung und Lizenzen gesondert ausweisen lassen – monatlich oder jährlich.
  6. 06Rechte und ZugängeGehören Ihnen Quellcode, Design und Zugangsdaten nach Abschluss? Können Sie den Anbieter wechseln?
  7. 07Messbare AbnahmeWoran wird „fertig“ gemessen? Zum Beispiel Ladezeit, Barrierefreiheit nach WCAG, funktionierende Formulare.
  8. 08Netto oder bruttoAngebote für Unternehmen sind meist netto. Beim Vergleich immer dieselbe Basis nehmen.

09Fragen

Fragen zum Stundensatz.

Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?

Für Web-Entwicklung nennt der freelancermap Freelancer-Kompass 2026 einen Median von 90 €/h für Freelancer und 90–150 €/h für Agenturen, jeweils netto. Stand: 24.09.2026.

Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundensatz?

Der Stundenlohn ist das Gehalt einer angestellten Person pro Stunde. Der Stundensatz ist der Rechnungspreis eines Freelancers oder einer Agentur und deckt zusätzlich nicht bezahlte Zeiten, Ausstattung, Versicherungen und Vorsorge.

Warum sind Agenturen teurer als Freelancer?

Agenturen liegen mit 90–150 €/h am oder über dem Freelancer-Median von 90 €/h. Dafür tragen sie Projektleitung, Vertretung und mehrere Disziplinen im Team. Ob sich das lohnt, hängt vom Umfang ab.

Was kostet ein Grafikdesigner pro Stunde?

Dazu liegen uns keine Marktdaten mit belastbarer Quelle vor. Grafikdesign wird ähnlich kalkuliert, oft kommen Nutzungsrechte hinzu. Lassen Sie sich Aufwand und Rechte getrennt ausweisen.

Wie viele Stunden braucht eine Website?

Rechnet man die Marktspanne für eine Website mit ca. 5 Seiten (2.500–5.000 €) mit 90–150 €/h um, ergeben sich etwa 17–56 h. Mit eigenem Design und neuen Inhalten eher mehr.

Ist ein Festpreis günstiger als ein Stundensatz?

Nicht zwingend. Beim Festpreis kalkuliert der Anbieter das Risiko ein; dafür steht Ihr Budget vorab fest. Entscheidend ist, wie genau der Umfang beschrieben ist – je klarer, desto kleiner der Risikoaufschlag.

Lieber einen Preis statt Stundenzettel?

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben. Wir sagen Ihnen offen, mit welchem Aufwand wir rechnen und was er kostet.